Planung von Absturzsicherung

Absturzsicherungen Varianten

Wie Sie Absturzsicherungen für Ihr Unternehmen oder Team planen und realisieren

Absturzsicherungen sind das effektivste Mittel, um Abstürze, schwere Verletzungen und Todesfälle auf Baustellen zu verhindern.

Sie gewährleisten, dass Handwerker sicher und produktiv arbeiten können. Außerdem stellen sie sicher, dass Arbeitgeber ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen, ihre Mitarbeiter schützen und so rechtliche Konsequenzen vermeiden.

Um unfallfreie Baustelleneinsätze langfristig sicherzustellen und das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter und Kunden zu stärken, benötigen sichere Absturzsicherungen Planung und Umsicht.

Da das Thema sehr umfangreich ist, möchten wir Ihnen auf dieser Seite einen kompakten Überblick geben. Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Planung von Absturzsicherungen für das Flachdach oder Schrägdach beachten müssen, um:

  • potenzielle Absturzgefahren zu identifizieren
  • Absturzsicherungen angemessen zu dimensionieren
  • sicherzustellen, dass Ihre Absturzsicherungen den regionalen Vorschriften und baurechtlichen Standards entsprechen
  • Absturzsicherungen richtig installiert und gewartet werden
  • zu gewährleisten, dass Ihre Mitarbeiter und Kollegen Absturzsicherungen sicher verwenden können

Warum Sie die Planung Ihrer Absturzsicherung ernst nehmen sollten

Abstürze gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle. So fand die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einer Untersuchung heraus, dass sich weltweit jedes Jahr rund 340.000 Arbeitsunfälle ereignen.

Ein Großteil davon ist auf Abstürze zurückzuführen – eine Tendenz, die sich auch in Deutschland abzeichnet. Hierzulande verunglückten alleine im Jahr 2020 59 Menschen aufgrund von Abstürzen tödlich, was mehr als ein Viertel aller tödlicher Arbeitsunfälle des Jahres ausmacht.

Um solche Entwicklungen zu verhindern, gelten kollektive Absturzsicherungen als effektives Mittel. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen, die Abstürze präventiv verhindern und erste Wahl sind, wenn das Sicherheitsrisiko durch andere Maßnahmen nicht ausreichend minimiert werden kann.

Planung von Absturzsicherungen: Warum ist ein Kollektivschutz besser als ein Individualschutz?

Anders als Individualschutzsysteme zielt der Kollektivschutz (Geländer, Brüstungen, etc.) darauf ab, die Arbeitsumgebung sicherer zu machen und so Abstürze im Vorfeld zu verhindern.

So werden ganze Gruppen von Arbeitern geschützt, indem eine Barriere zwischen Absturzkante und Arbeitsplatz geschaffen wird.

Ein großer Pluspunkt: Im Gegensatz zum Individualschutz sind Kollektivschutzmaßnahmen direkt nach der Installation einsatzbereit, da weder Zusatzausrüstungen noch Schulungsmaßnahmen für den Einsatz erforderlich sind.

Welche wichtigen Grundlagen Sie bei der Planung einer Absturzsicherung unbedingt beachten müssen:

Die wichtigsten Grundlagen zur Planung von Absturzsicherungen sind Standortinspektionen, Arbeitsablaufanalysen sowie eine individuelle Gefährdungsbeurteilung.

Denn Fakt ist: Nur wenn Sie die potenziellen Absturzgefahren genau kennen, sind Sie in der Lage, die Gefahren zu bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz Ihrer Mitarbeiter zu treffen.

Sie möchten auch Ihre Mitarbeiter mit praktischen und flexibel einsetzbaren Kollektivschutz-Absturzsicherungen auf der Baustelle schützen? Dann werfen Sie einen Blick auf die Profi-Lösungen von Mauderer.


Planung Absturzsicherung

Absturzsicherungssysteme von Mauderer


Anwendungsbeispiel Konsolen Dachschutzwand

Absturzsicherungen für Flachdach & Schrägdach – einfache Planung mit Mauderers Systemen

  • Alle Systeme sind schnell und einfach montierbar
  • Sie schützen Ihre Mitarbeiter einfach und effektiv
  • Die Systeme sind für den professionellen Einsatz konzipiert und überzeugen durch eine überdurchschnittliche Belastbarkeit
  • Aufgrund ihres geringen Gewichts sind alle Systeme leicht transportierbar
  • Mauderers Absturzsicherungen decken ein breites Anwendungsspektrum ab
  • Sie finden Lösungen für alle Dacharten und -neigungen
  • Sämtliche Systeme werden nach deutschen Premium-Standards in Lindenberg im Allgäu produziert

Welche weiteren Systeme sind für die Planung von Absturzsicherungen relevant?

Schutzgeländer, Absturznetze, Seilsicherungssysteme, Einzelanschlagpunkte, Steigschutzsystem und Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Die Liste an Begriffen ist genauso lang wie unübersichtlich.

Wir möchten hier etwas Licht ins Dunkel bringen.
Denn im Grunde lassen sich alle Systeme und Bauteile auf zwei grundverschiedene Ansätzen herunterbrechen:

Primäre Absturzsicherungen:

Systeme, die vor dem Absturz greifen, also den Absturz an sich verhindern und das Kollektiv schützen.

Sekundäre Absturzsicherungen:

Systeme, die nach einem Absturz greifen, also den Aufprall auf den Boden verhindern. Anwender profitieren im Vergleich zu Kollektivsystemen von mehr Bewegungsfreiheit und Flexibilität, weshalb sie an verschiedenen Orten sowie auf unebenem oder schwer zugänglichem Terrain zum Einsatz kommen können.

Auch die für die Vorrichtung notwendigen Anschlagpunkt sind oftmals leichter anzubringen, als Geländer oder Umwehrungen.

Laut § 4 Arbeitsschutzgesetz (Grundsatz der Gefährdungsbeurteilung) sind primäre Absturzsicherung trotzdem immer erste Wahl, da sie sich in der Praxis als sicherer und wartungsärmer erwiesen haben.

Der Einsatz von sekundären Absturzsicherungen als einziges Mittel der Wahl ist nur zulässig, wenn baurechtliche Vorschriften einen Einsatz von kollektiven Absturzsicherungen unmöglich machen.


Schägdächer und Flachdächer absichern

Absturzsicherung für Flachdach und Schrägdach – 11 weitere Aspekte, die Sie bei der Planung von Absturzsicherungen berücksichtigen müssen:

  • Bitte beachten Sie, dass Sie als Arbeitgeber grundsätzlich für die Durchführung und Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen verantwortlich sind und damit auch für die Installation von geeigneten Absturzsicherungen. Wir empfehlen Ihnen bei der Auswahl speziell geschulte Fachkräfte und Planer hinzuzuziehen, die über ein fundiertes Wissen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Bau- und Arbeitsrecht, sowie über die technischen Eigenschaften der einzelnen Absturzsicherungssysteme verfügen.
  • Definieren Sie sämtliche absturzgefährdeten Bereiche (Gefahrenbereiche). Das sind die Areale, in dem ein Arbeitnehmer abstürzen kann, wenn keine Absturzsicherung vorhanden ist.
  • Bringen Sie in Erfahrung, wie viele Absturzkanten auf der Baustelle abzusichern sind. Bitte beachten Sie dabei, dass grundsätzlich alle Kanten an Gebäuden, Dächern, Gerüsten oder Schächten als Absturzkante gelten, die sich mehr als 1,0 Meter über dem Boden befinden oder einen Absturz in dieser Höhe zulassen.
  • Finden Sie heraus, wie viele Personen auf der Baustelle abgesichert werden müssen. Grundsätzlich gilt: Alle Personen, die in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten, müssen abgesichert werden.
  • Bitte orientieren Sie sich bei Planung und Montage von Anschlagpunkten, Seilsystem und Geländern an den Herstellerangaben und den geltenden Sicherheitsvorschriften.
  • Bitte berücksichtigen Sie beim Festlegen der Anzahl an benötigten Geländern oder Anschlagpunkten alle relevanten Faktoren, wie z. B. die Gebäudestruktur, die Anzahl zu sichernden Personen oder die Größe des Arbeitsplatzes.
  • Stellen Sie sicher, dass die Bausubstanz eine Anbringung der geplanten Absturzsicherung zulässt. Mauderers Systeme kommen Ihnen hier entgegen, da die meisten Absturzsicherungen ohne Bohrung oder Spezialwerkzeug montiert werden können.
  • Bitte erinnern Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig an die allgegenwärtige Absturzgefahr auf Baustellen. Es muss klar sein, dass bei allen Dacharten ein Absturzrisiko besteht, weshalb eine Verpflichtung zur Anbringung einer Absturzsicherung grundsätzlich immer besteht.
  • Beachten Sie, dass sich die Auswahl einer geeigneten Absturzsicherung immer an der Dachart orientiert. Während bei Flachdächern ein Schutzgeländer meistens ausreichend ist, sind bei Steildächern zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie Seilsicherungssysteme oder Steigschutzsysteme empfehlenswert oder sogar notwendig, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten. Hier ist auch der Fakt zu berücksichtigen, dass Dachöffnungen oder besonders steile Dächer, das Sicherheitsrisiko zusätzlich erhöhen.
  • Berücksichtigen Sie die gesetzlichen Vorschriften zur Beschaffenheit von zulässigen Absturzsicherungen. So müssen Schutzgeländer mindestens 1 Meter hoch sein und Anschlagpunkte müssen so nah wie möglich am Arbeitsplatz angebracht werden können.
  • Die Sicherheit von Mitarbeitern sollte niemals durch mögliche Kosteneinsparungen aufs Spiel gesetzt werden. Kalkulieren Sie bei der Planung von Absturzsicherungen mit einem großzügigen Budget. Wie hoch die Kosten für die Planung und Installation am Ende ausfallen, lässt sich im Vorfeld nur schwer abschätzen, denn: Die Höhe der Investitionssumme richtet sich nach verschiedenen Faktoren, wie der Gebäudestruktur, der Komplexität der Planung und dem Umfang der zu installierenden Absturzsicherungen.

 


Welche rechtlichen Vorschriften sind für die Planung von Absturzsicherungen von Bedeutung?

Es gibt eine ganze Palette an Vorschriften, die für die Planung von Absturzsicherungen relevant sind.

Den gesamten Themenkomplex aus rechtlicher Sicht zu erläutern, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Deshalb geben wir Ihnen hier nur eine kurze Zusammenfassung und verlinken auf relevante Quellen:

 

  • Auf gesetzlicher Ebene ist besonders Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.1 von Bedeutung. Sie regelt die Vorgaben zur Prävention von Abstürzen und zum Schutz von herabfallenden Gegenständen. Weitere bedeutende Gesetze zur Planung von Absturzsicherungen sind das Arbeitsschutzgesetz sowie die Betriebssicherheitsverordnung.
     
  • Herstellung, Auswahl und Montage von Absturzsicherungen stützen sich auf verschiedene DIN-Normen, wobei DIN EN 795 (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz - Anschlageinrichtungen), DIN EN 353-1 (Persönliche Absturzsicherungen - Teil 1: Anschlageinrichtungen), und DIN 4426 (Anschlageinrichtungen zum Einhängen von Lasten - Anforderungen und Prüfung) sowie DIN EN 13374 (Temporäre Seitenschutzsysteme) besonders hervorzuheben sind.
     
  • Bei der Planung von Absturzsicherungen sollten Sie außerdem die DGUV Regeln 112-198 "Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz", 112-199 "Benutzung von Fuß- und Kniegerüsten" und 201-056 "Planungsgrundlagen für den Einsatz von Anschlageinrichtungen auf Dächern" ins Auge fassen.
     

Fall Sie eine Absturzsicherung mit Seilsystem planen und mehr über die rechtlichen Vorgaben erfahren möchten, ist das Merkblatt „Planungsgrundlagen für den Einsatz von Anschlageinrichtungen auf Flachdächern“ der BG Bau von Relevanz.

Absturzsicherung Flachdach & Schrägdach – sichere Planung und Umsetzung mithilfe von Mauderer

Sie benötigen Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Absturzsicherungen, um die Unfallgefahr für Ihre Mitarbeiter und Kollegen auf der Baustelle zu reduzieren? Dann vereinbaren Sie gleich einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch, indem Sie uns unter der Nummer +49 8381 9204 0 oder per Kontaktformular kontaktieren.

Unsere Kundenberater beantworten Ihnen gerne all Ihre Fragen und empfehlen Ihnen passende Systeme aus unserem breiten Programm an Absturzsicherungen.

All unsere Lösungen wurden von Praktikern für Praktiker entwickelt. Im Klartext: Wir helfen Ihnen dabei, im rauen Baustellenalltag jederzeit schnell, produktiv und sicher zu arbeiten. Absturzsicherungen von Mauderer zeichnen sich durch eine hohe Produktionsqualität, Langlebigkeit und Flexibilität im täglichen Einsatz aus.

Sollten Sie sich bereits für eine Lösung entschieden haben, können Sie diese bequem über unseren Onlineshop bestellen. So planen und realisieren wir Ihre Absturzsicherung innerhalb weniger Wochen.

Selbstverständlich erhalten Sie beim Kauf eine Gewährleistung sowie eine Garantie, die sich auf bis zu 20 Jahre erweitern lässt.

Falls Sie sich die Absturzsicherung Ihrer Wahl live und in Farbe ansehen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere praktische Händlersuche, über die Sie einen Partnerhändler in Ihrer Nähe ausfindig machen können.