Hilfeseite für Verladeschienen und Auffahrrampen

Bei der Auswahl der richtigen Verladerampe kommt es vor allem auf drei Parameter an:

1. Gewicht des Fahrzeugs

2. Auffahrhöhe (AH)

3. maximale Länge der Rampe (GL)

Auswahl und sicherer Einsatz von Verladeschienen und Auffahrrampen

1. Ermittlung der Tragkraft:

Tragkraft = Gesamtgewicht des Fahrzeugs + zusätzliche Anbaugeräte + Ladung + Fahrer + Treibstoff

Die angegebene Tragkraft pro Paar unserer Verladeschienen gilt für Zweiachsfahrzeuge und einer Lastverteilung von 50 %/50 % (mit Luftbereifung oder Gummiketten) oder einer Lastverteilung von 60%/40% (Schwerlastbereich). Die tatsächliche Tragkraft ist von der Achslastverteilung  des Fahrzeugs (F1 und F2) abhängig.

Leichte und mittelschwere Fahrzeuge bis 6,8 Tonnen:Verladeschienen-Typen A, AO, AK, AOK, B, BO, CO, COK, DO, KO, CO, COK, SG, SGV  und Stege Typen SL, SLK und CO, COK.
Angenommener Achsabstand des Fahrzeugs:  1.500 mm
Angenommene Achslast-Verteilung: 50% / 50% (F1 = F2)

Schwere Fahrzeugen bis 26,6 Tonnen: Typen XOS, XOM und XOL
Angenommener Achsabstand des Fahrzeugs: 2.000 mm
Angenommene Achslast-Verteilung: 60% / 40%

Bei Ein-Achs-Fahrzeugen gelten in der Regel ca. 50 % der Tabellenwerte.

Für Kettenfahrzeuge, die sich beim Erreichen des Kipppunktes nicht abstützen können (beispielsweise mit einem Baggerarm), ist die Rampe nach folgenden Kriterien zu wählen:

  • geringstmögliche Steigung (=> „Auffahrhöhe min.“)
  • Tragkraft = (Gesamtgewicht des Fahrzeugs + zusätzliche Anbaugeräte + Ladung + Fahrer + Treibstoff) x Faktor 1,5

2. Ermittlung der Auffahrhöhe

Die Auffahrhöhe (AH) entspricht bei einem Transportfahrzeug oder Anhänger der Höhe der Ladekante, die vom Boden ausbefahren werden soll. Bei Rampen entspricht sie dem Höhenunterschied vom Boden zur Kante.

Die Auffahrwinkel und Auflager von Verladerampen sind für einen bestimmten Höhen-Bereich ausgelegt (= minimale bis maximale Auffahrhöhe). Anpassungen der Schienen auf die zu erreichenden Höhe sind als Sonderanfertigung möglich. Kontaktieren Sie uns.

3. Ermittlung der maximalen Rampen-Länge

Da die Rampen oftmals im Fahrzeug oder im Anhänger transportiert werden, ist die maximale Länge (GL) in vielen Fällen begrenzt. Einige unserer Typen werden daher in klappbarer Ausführung angeboten.

Die Rampenlänge kann überschlägig bestimmt werden nach der Formel:
Länge = Höhendifferenz x Faktor 3,5

Bei Gabelstaplern und Flurförderfahrzeugen mit geringer Bodenfreiheit gilt diese Regel nicht. Hier ist die Rampenlänge an den nötigen Freiraum (B1, B2, B3) anzupassen. Auch bei Rasenmähern oder Mäh-Traktoren ist die Bodenfreiheit B2 zu beachten und eine Schiene in der entsprechenden Länge zu wählen, um zu verhindern, dass das Mähwerk aufsitzt.
Es ist außerdem der maximal zulässige Steigungswinkel der Maschinen zu beachten, der in den Datenblättern aufgeführt ist, sowohl ohne Belastung als auch mit Belastung.


Weitere Kriterien für die Auswahl der richtigen Verlade-Lösung:

1. Verladeschien mit oder ohne Rand 

Oftmals ist aus Sicherheitsgründen der Einsatz von mobilen Verladebrücken mit Rand sinnvoll. Das seitliche Abrutschen des Fahrzeugs wird dadurch verhindert. Oftmals ist der Fahrbereich beim Abladen unübersichtlich, sodass ein Rand zusätzliche Sicherheit bietet. Auch ein unbeabsichtigtes Abrutschen in matschiger Umgebung oder bei Schnee und Eis wird durch den Schienenrand verhindert. Branchenspezifische Sicherheitsbestimmungen können zur Verringerung der Unfallgefahr den Einsatz einer Schiene mit Rand vorschreiben. Beim Einsatz der Schienen als Rollstuhl-Rampe empfehlen wir aus Sicherheitsgründen eine Ausführung mit Rand

Auswahl der Auffahrrampe  mit rand oder ohne Rand

2. Oberfläche des Fahrbelags

MAUDERER Auffahrschienen und Stege können von Fahrzeugen mit Luftbereifung oder Gummiketten befahren werden. Die Schwerlastschienen aus dem XO-Programm können auch mit Stahlketten befahren werden.

Je nach Umgebung und Einsatzfall stehen unterschiedliche Fahrflächen-Beläge zur Verfügung, hier eine Auswahl:


Rutschsicheres perforiertes Aluminium-Strangpressprofil der SuperLeicht-Schienen (Typen A, AK, AO, AOK, CO, COK) sowie der SuperLeicht-Stege (Typen SL, SLK  und CO, COK). Auf Wunsch können diese Stege und Schienen mit einer Antirutsch-Beschichtung lackiert oder mit Antirutsch-Bahnen der Klasse R13 beklebt werden.


Auf Abstand geschweißte Fahrflächen-Strangpressprofile mit rutschsicherer Kontur der Allround-Schienen (Typen B, BO). Matsch und Schnee können durch die Zwischenräume abtropfen, die griffige Oberfläche bleibt bestmöglich erhalten.


Maximale Rutschhemmung R13 bieten die MAUDERER SuperGrip Verladerampen (SG, SGV).


Schwerlast-Schienen mit gefräster Rechteck-Profilierung (Typen XOS, XOM, XOL) bieten maximalen Halt für Fahrzeuge oder Gummi-Ketten oder Bereifung sowie für Stahlketten. Rutschhemmung ist hier auch bei  Matsch, Eis und Schnee gewährleistet. Dieser Typ ist beispielsweise auch für Pistenraupen im Einsatz.

Die Rutschsicherheit von befahrbaren und begehbaren Oberflächen ist insbesondere dann zu beachten, wenn in öliger oder fettiger Umgebung oder bei Matsch und Schnee erhöhte Rutschgefahr besteht. Gerade im Außenbereich spielt die Witterung eine entscheidende Rolle. Regen, Eis und Schnee erfordern entsprechende Maßnahmen zur Rutschhemmung. DIN 51130 gibt vor, welche Klasse der Rutschhemmung zu beachten ist.

Die Rutschsicherheit von befahrbaren und begehbaren Oberflächen ist insbesondere dann zu beachten, wenn in öliger oder fettiger Umgebung oder bei Matsch und Schnee erhöhte Rutschgefahr besteht. Gerade im Außenbereich spielt die Witterung eine entscheidende Rolle. Regen, Eis und Schnee erfordern entsprechende Maßnahmen zur Rutschhemmung. DIN 51130 gibt vor, welche Klasse der Rutschhemmung zu beachten ist.  

Weitere Richtlinien zur Rutschfestigkeit stellt die gesetzliche Unfallversicherung VBG (Berufsgenossenschaft) im Fachinfoblatt „Anforderungen an die Rutschhemmung von Bodenbelägen in Arbeitsräumen und betrieblichen Verkehrswegen mit Rutschgefahr“ zur Verfügung und bezieht sich dabei auf die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A1.5/1,2 "Fußböden".
Hier werden für Laderampen als Verkehrsweg im Außenbereich folgende Richtwerte vorgeschrieben:

Die Neigung von Überfahrbrücken oder Ladeblechen soll im Normalfall gemäß DGUV Regel 108-006 in Betriebsstellung 12,5 % (das entspricht etwa 7 Grad) nicht überschreiten. Sofern ein sicheres Begehen gewährleitet ist, kann die Neigung jedoch auch für Überfahrbrücken bis zu 30 % (in etwa 16,5 Grad) betragen.

Neigung R-Klasse
3 Grad bis 10 Grad R9
10 Grad bis 19 Grad R10
19 Grad bis 27 Grad R11
27 Grad bis 35 Grad R12
Mehr als 35 Grad R13
Arbeitsbereich / Betrieblicher Verkehrsweg im Fall einer Laderampe Bewertungsgruppe der Rutschgefahr
Überdacht R 11 oder R 10
nicht überdacht R 12 oder R 11
Schrägrampen(z.B. für Rollstühle, Ladebrücken) R 12 oder R 11

3. Auflagervarianten für Verladeschienen


Als Auflager wird das obere Ende der Auffahrschiene bezeichnet, das auf der Ladefläche zu Liegen kommt. Die Abrutschsicherung dieses Auflagers ist entscheidend für die Sicherheit des Verladevorgangs. Je nach Rampen-Typ stehen unterschiedliche Arten von Auflagern zur Verfügung.


Superleicht-Schienen- und Supergrip-Schienen-Auflager

Extralange Auflager
Superleicht-Schienen, Verladestege und Supergrip-Schienen werden standardmäßig mit einem extralangen Auflager gefertigt. So können gängige Transportfahrzeuge (Sprinter, Transit etc.) befahren werden, ohne dass Stoßstange oder Kunststoffverkleidung des Fahrzeugs beschädigt werden.

Die Absicherung dieses Schienentyps erfolgt durch einen Steck-Bilzen durch die Bohrung im Auflager.

Rampentypen Länge Auflager
AO, AOK, SG, SL, SLK, CO, COK (ohne Rand) 206 mm
A, , AK (mit Rand) 145 mm
SG 211 mm

Allround-Schienen-Auflager

Bolzensicherung 

Sicherungslaschen

 

 

Allround-Auflager
Allround-Schienen werden mit dem robusten Standard-Auflager (auch Zungen-Auflage genannt) ausgestattet. Es bietet mehrere Möglichkeiten der Rampen-Sicherung: Dieses  Auflager ist je nach Schienen-Typ zwischen 145 mm und 164 mm lang und ebenfalls mit einer Bohrung (Durchmesser 15 mm) für Sicherungsbolzen ausgestattet. Hierfür wird in der Ladefläche eine entsprechende Bohrung angebracht, um mit dem Bolzen die Rampe am Fahrzeug oder Anhänger abzusichern.
Alternativ kann das Nut-Profil genutzt werden, um Sicherungslaschen einzuhängen. Die meisten MAUDERER Allround- und Kompakt-Schienen sind optional mit beweglicher Sicherungslasche erhältlich (zum Einhängen zwischen Ladefläche und heruntergeklappter Bordwand). Sie sind geeignet bis zu einer Gewichtsklasse von 3.000 kg je Paar.

 

Des Weiteren sind optionale kundenspezifische Ausführungsvarianten erhältlich:

1. Einhängehaken (Hakenkopf) mit mittig oder stirnseitig angeschweißter Leiste.

2. Rohrauflager (Endkopf mit Rohr) zur fixen Befestigung auf einer Welle am Fahrzeug oder Anhänger. Der Rohr-Durchmesser wird dabei passend zum Steckbolzen bzw. zur Welle am Fahrzeug gewählt.

3. Die Position des Hakens oder des Rohrs wird der Geometrie der Nut am Fahrzeug angepasst. Die Maße A, H, F, G, K sowie der Durchmesser D werden durch den Nutzer vorgegeben.


Schwerlast-Schienen-Auflager


Auflager A Bolzen-Fixierung
Beim Verladen schwerer Maschinen auf Sattel-Anhänger mit Plateau werden besonders hohe Anforderungen an das Auflager gestellt. Neben dem verstärkten Standard-Auflager mit mittiger Bolzen-Bohrung zur genauen Positionierung ausgeführt. Bei schwerem Gerät empfehlen wir eine zusätzliche Absicherung gegen Wegrutschen. Dies erfolgt meist mittels Zurrgurten, die an den Tragegriffen befestigt werden.

 


Auflager B Wulstprofil
Zum Einhängen in U-Träger bis 20 mm Höhe. Die Schiene ist mit Auflager B um 110 mm kürzer und am Endkopf um ca. 25 mm höher. Diese Bauform wird vor allem im Schwerlast-Bereich von 5800 kg bis 26600 kg für die Schienen-Typen BO und XO eingesetzt.

 


Auflager C Rohrauflager
Der Durchmesser der Welle des Anhängers ist angeben, damit der Rohrdurchmesser passend gewählt wird. Sie werden bis zu einer Gewichtsklasse von 26 Tonnen eingesetzt.

 

Positionierung und Absicherung der Rampe gegen Wegrutschen

Die mobilen Rampen müssen vor dem Befahren mit Fahrzeugen gegen Wegrutschen gesichert werden. Je nach Rampen-Typ, Gewichtsklasse und Hänger-Ausführung kommen unterschiedliche Sicherungs-Systeme zum Einsatz. Diese stellen einen Formschluss zwischen Rampe und Fahrzeug her. Wir empfehlen eine zusätzliche Absicherung gegen Wegrutschen, z.B. durch das Anbringen eines Sicherungs-Spanngurtes.

1. Sicherungs-Bolzen

werden durch eine Bohrung im das Auflager und durch ein darunterliegendes Loch im Boden des Fahrzeugs bzw. Anhänger gesteckt, um die Rampe gegen Wegrutschen zu fixieren. Bolzen sind geeignet für leichtere Fahrzeuge wie kleinere Rasenmäher-Traktoren. Eine Bohrung im Auflager erlaubt die zusätzliche Absicherung der Schienen mit einen Steckbolzen.

2. Sicherungs-Laschen
werden durch eine spezielle Nut im Verladeschienen-Auflager gefädelt und zwischen Heckklappe und Fahrzeug eingehängt. Sie sind geeignet für mittelschweres Gerät bis 3 Tonnen.

3. Einhängehaken
sind Aluminium-Leisten die fest an das Auflager angeschweißt werden und ebenfalls zwischen Bordwand und Ladefläche oder spezielle Nuten beispielsweise an einer LKW-Rampe eingehängt werden können.

4. Rohrauflager
sind für eine Verbindung mit Welle bzw. Steckbolzen geeignet. Mit einem Rohrauflager kann die Rampe beispielsweise dauerhaft mit einem Anhänger oder Fahrzeug verbunden werden. Während der Fahrt wird die Einbaurampe hochgeklappt und meist mit einem Bolzen gesichert. Zum Befahren wird die Rampe heruntergeklappt. Wenn die Rampe fest am Fahrzeug montiert ist, müssen teils Zulassungs-Regularien beachtet werden. Wir empfehlen, die Rampe durch eine Fachwerkstatt einbauen zu lassen.

5. Wulstprofil
ist für die Absicherung von Schwerlastschienen geeignet und funktioniert ähnlich wie ein festgeschweißter Einhängehaken. Er wird auf der Rampe bzw. am Anhänger in eine passende Nut auf der Ladefläche eingelegt.

6. Sicherung mittels Spanngurt, Kette oder Drahtseil
Die genannten Befestigungs-Techniken reichen oftmals alleine nicht aus, um das Befahren mit Fahrzeugen abzusichern. Damit die Rampe beim Hoch- und Runterfahren sicher mit dem Fahrzeug verbunden bleibt, wird sie mit dem Fahrzeug oder den Hänger verzurrt.


Der richtige Einsatz von Auffahrrampen

  • Verladeschienen mittig, langsam und ruckfrei befahren.
  • Vor dem Einsatz müssen die Verladeschienen gegen Abrutschen gesichert werden.
  • Eine Steigung von mehr als 30 % (16,5 °) darf bei Verladeschienen nicht überschritten werden (nach DGUV 108-006 , ehemals BGR 233).
  • Keine beschädigten Verladeschienen verwenden.
  • Verladeschienen nicht überlasten.
  • Beim Abfahren mit dem Kettenbagger ist es beim Kippen über den Schwerpunkt notwendig, mit der Schaufel abzustützen.

 


FAQs - Häufig gestellte Fragen zum Thema Auffahrrampen, Verladeschienen und Verladebleche

Müssen mobile Verladerampen eine CE-Kennzeichnung haben?

Eine CE-Kennzeichnung ist für mobile Auffahrschienen nicht Pflicht und daher auch nicht zulässig. Das Produktsicherheitsgesetz definiert hierzu die allgemeinen Anforderungen.
Das Anbringen eines CE-Siegels auf Verladeschienen und Auffahrrampen ist daher nicht zulässig.
Lediglich Ladebrücken nach DIN EN 1398 dürfen mit einer CE Kennzeichnung versehen werden.

Welche Normen und Richtlinien gelten für Ladebrücken und fahrbare Rampen?

Für Verladeschienen und Auffahrrampen gibt es keine eigene Norm. In der berufsgenossenschaftliche Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit DGUV Regel 108-006 - Ladebrücken und fahrbare Rampen (bisher: BGR 233) gibt es ein Regelwerk für Ladebrücken und fahrbare Rampen, welches sich in Europa mehr oder weniger als Standard etabliert hat. Es wurde vom Fachausschuss „Förder-und Lagertechnik“ bei der Berufsgenossenschaftlichen Zentrale für Sicherheit und Gesundheit – BGZ – des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften erstellt.
Lediglich für kraftbetriebene und handbetätigte Ladebrücken ist die Norm DIN EN 1398 "Ladebrücken" zu berücksichtigen. Dies gilt beispielsweise für stationäre Verladebleche. Für mobile Auffahrrampen ist diese jedoch nicht relevant.